Laborfläschchen mit Hanfextrakt neben Messzylinder und Notizen zu Studienmengen in Milligramm

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CBD-Dosierung in Studien: Diese Mengen werden erforscht

  • Studien nutzen sehr unterschiedliche CBD-Mengen: von 25 mg bis 6000 mg pro Tag, je nach Fragestellung.
  • Die meisten kontrollierten Studien gelten der Epilepsie; dort liegen die Mengen bei 10 bis 20 mg pro Kilogramm.
  • Studienmengen sind Forschungsdaten, keine Empfehlung; die EFSA nennt für Lebensmittel etwa 2 mg pro Tag.

Veröffentlicht am 26. Juli 2026 · Zuletzt aktualisiert am 26. Juli 2026

Wie viel CBD wird in der Forschung eingesetzt? Die Antwort in einem Satz: Studien nutzen sehr unterschiedliche Mengen, von weniger als 25 mg bis zu 6000 mg pro Tag. Diese Seite zeigt die Mengen als Fakten, Studie für Studie, mit Quelle und Grenze.

Die Zahlen stammen aus begutachteten Fachstudien und Behördendokumenten. Sie sind Forschungsdaten und keine Dosierungsempfehlung. Es gibt keine allgemein gültige CBD-Dosierung, und diese Seite vergibt keine.

Damit Sie Studienmengen richtig einordnen, haben wir die 3-Stufen-Mengenprüfung entwickelt. Sie prüft jede Mengenangabe auf drei Punkte: Wer wurde untersucht, wie lange, und lässt sich das Ergebnis übertragen? Wir wenden sie weiter unten auf die wichtigsten Arbeiten an.

Wichtig vorab: Diese Inhalte dienen der Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche CBD-Mengen werden in Studien verwendet?

In Studien werden Tagesmengen von weniger als 25 mg bis zu 6000 mg CBD eingesetzt. Die Spanne hängt von der Fragestellung ab: Epilepsie-Studien rechnen pro Kilogramm Körpergewicht, Angst-Studien nutzen feste Einzeldosen.

Eine systematische Übersicht aus dem Jahr 2019 fand 35 Studien, in denen Tagesmengen von weniger als 1 mg bis zu 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht eingesetzt wurden. Für einen Erwachsenen entspricht das grob einem Bereich von unter 62 mg bis über 3000 mg pro Tag (Quelle: Millar und Kollegen, 2019).

Am besten untersucht ist die Epilepsie. Dort lagen die Mengen in kontrollierten Studien bei durchschnittlich 15 mg pro Kilogramm und Tag (Quelle: Millar und Kollegen, 2019). Bei einem Kind mit 30 kg wären das 450 mg täglich, bei einem Erwachsenen mit 70 kg etwa 1050 mg.

Andere Themenfelder arbeiten mit festen Mengen. Angst-Studien nutzen oft 300 bis 600 mg als Einzeldosis. In einer placebokontrollierten Studie mit gesunden Männern senkten 300 mg die Angst vor einem Redevortrag; 150 mg und 600 mg zeigten keinen klaren Effekt (Quelle: Linares und Kollegen, 2019).

Eine Fallserie zu Schlaf und Angst kam mit 25 bis 175 mg pro Tag aus. Diese Unterschiede zeigen: Die Menge folgt der Fragestellung, nicht einer Norm.

Studientabelle: Mengen, Personengruppen und Grenzen

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Arbeiten mit ihrer Tagesmenge, der untersuchten Gruppe und der jeweiligen Grenze. Alle Angaben sind Fakten aus den Originalstudien.

StudieJahrPersonengruppeMengeGrenze
Devinsky et al.2017Dravet-Syndrom, 120 Kinder und Jugendliche20 mg/kg pro TagNur diese Epilepsieform
Devinsky et al.2018Lennox-Gastaut-Syndrom, 225 Patienten10 oder 20 mg/kg pro TagBegleitmedikation nötig
Bergamaschi et al.2011Soziale Angst, 24 Erwachsene600 mg einmaligEinzeldosis, kleine Gruppe
Linares et al.2019Gesunde Männer, 57 Personen150, 300 oder 600 mg einmaligNur Männer, nur ein Termin
McGuire et al.2018Schizophrenie, 88 Erwachsene1000 mg pro TagZusatz zur Medikation
Shannon et al.2019Angst oder Schlafprobleme, 72 Erwachsene25 bis 175 mg pro TagKeine Kontrollgruppe
Taylor et al.2018Gesunde Erwachsenebis 6000 mg einmaligVerträglichkeitstest, kleine Gruppe
Watkins et al.2021Gesunde Erwachsene, 16 Personen1500 mg pro TagSehr kleine Gruppe

In einer placebokontrollierten Studie mit 120 Patienten mit Dravet-Syndrom senkten 20 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag die Zahl der Krampfanfälle stärker als ein Scheinmedikament (Quelle: Devinsky und Kollegen, 2017).

Bei 225 Patienten mit Lennox-Gastaut-Syndrom verringerten 10 oder 20 mg pro Kilogramm und Tag die Sturzanfälle um 37 bis 42 Prozent (Quelle: Devinsky und Kollegen, 2018). Bei 9 Prozent der Behandelten stiegen die Leberwerte an.

Die Angst-Studien arbeiten mit Einzeldosen. Bereits 2011 untersuchte eine kleine Studie 600 mg bei Menschen mit sozialer Angst vor einem simulierten Vortrag (Quelle: Bergamaschi und Kollegen, 2011). Eine randomisierte Studie zu Schizophrenie setzte sechs Wochen lang 1000 mg pro Tag zusätzlich zur bestehenden Medikation ein (Quelle: McGuire und Kollegen, 2018).

Die Hintergründe der Epilepsie-Forschung mit CBD-Arzneimitteln ordnen wir auf der Seite zur Forschung bei Epilepsie ein. Dort steht auch, warum diese Studien unter ärztlicher Begleitung liefen.

Infografik: Studientabelle zu CBD-Mengen mit Studie, Jahr, Personengruppe, Menge pro Tag und Grenze

Wie belastbar ist die Evidenz zu den Mengen?

Die Evidenz ist nur für die Epilepsie belastbar, für alle anderen Themen schwach. Große kontrollierte Studien mit klarer Mengenfindung existieren fast ausschließlich zu schweren kindlichen Epilepsieformen.

Die Übersicht von 2019 benennt drei Lücken. Erstens: Keine der 35 Studien maß die CBD-Konzentration im Blut. Zweitens: Es fehlen Studien, die gezielt mehrere Mengen gegeneinander testen. Drittens: Viele Arbeiten sind klein oder laufen ohne Kontrollgruppe (Quelle: Millar und Kollegen, 2019).

Ein Beispiel für die Schwäche: Die Fallserie zu Angst und Schlaf mit 25 bis 175 mg pro Tag hatte keine Kontrollgruppe. Alle Teilnehmenden wussten, dass sie CBD erhielten. Erwartungseffekte lassen sich so nicht ausschließen (Quelle: Shannon und Kollegen, 2019).

Auch die Form der Gabe spielt eine Rolle. Studien nutzen gereinigtes CBD als Lösung oder Kapsel. Wie viel CBD nach der Einnahme überhaupt im Blut ankommt, hängt von der Aufnahme ab. Diese Aufnahmequote, die Bioverfügbarkeit, erklärt die Seite zur Bioverfügbarkeit von CBD.

Wie die gesamte Studienlage zu CBD einzuordnen ist, zeigt der Überblick zum Forschungsstand von CBD. Er sortiert die Themen nach der Qualität der Belege.

Die 3-Stufen-Mengenprüfung: Studiendosen einordnen

Die 3-Stufen-Mengenprüfung hilft, jede Mengenangabe aus einer Studie richtig zu lesen. Stufe eins prüft die Personengruppe. Stufe zwei prüft Dauer und Form der Gabe. Stufe drei prüft die Übertragbarkeit.

Stufe eins: Wer wurde untersucht? Eine Menge, die bei Kindern mit schwerer Epilepsie erforscht wurde, sagt nichts über gesunde Erwachsene aus. Eine Studie nur mit Männern sagt wenig über Frauen.

Stufe zwei: Wie lange und in welcher Form? Einzeldosen wie 600 mg vor einem Redevortrag sind keine Dauergabe. Und Studien nutzen gereinigtes CBD in Arzneimittelqualität, kein Öl aus dem Handel.

Stufe drei: Lässt sich das Ergebnis übertragen? Die Antwort lautet fast immer nein. Studienmengen sind Antworten auf Forschungsfragen unter ärztlicher Begleitung. Sie sind keine Anleitung für den Alltag.

Ein Beispiel für die Prüfung: „Studien zeigen, CBD wirkt bei 20 mg pro Kilogramm.“ Stufe eins: Kinder mit Dravet-Syndrom. Stufe zwei: 14 Wochen, als Arzneimittellösung, zusätzlich zu anderen Medikamenten. Stufe drei: nicht übertragbar auf frei verkäufliche Produkte. Die Schlagzeile verfällt damit zu dem, was sie ist: ein Forschungsbefund für eine kleine Sondergruppe.

Achtung: Epidyolex-Studie ist keine CBD-Öl-Studie

Viele Berichte übertragen Ergebnisse von Arzneimittelstudien auf Produkte aus dem Handel, und das ist nicht zulässig. Epidyolex ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit gereinigtem CBD und geprüfter Qualität. Für das Arzneimittel Epidyolex legt die Europäische Arzneimittel-Agentur eine Erhaltungsdosis von 10 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag fest, aufgeteilt auf zwei Gaben (Quelle: EMA).

Frei verkäufliche Öle sind keine Arzneimittel. Ergebnisse sind daher nicht 1:1 übertragbar.

Infografik: Die 3-Stufen-Mengenprüfung mit den Stufen Personengruppe, Dauer und Übertragbarkeit

Wie verträglich sind die Mengen aus Studien?

Hohe Studienmengen wurden meist gut vertragen, aber sie sind nicht folgenlos. Die häufigsten Nebenwirkungen in Studien sind Müdigkeit, Durchfall und Veränderungen von Appetit oder Gewicht (Quelle: Iffland und Grotenhermen, 2017).

In einer Phase-I-Studie vertrugen gesunde Erwachsene Einzeldosen bis 6000 mg; alle Nebenwirkungen waren leicht oder mittelschwer (Quelle: Taylor und Kollegen, 2018). Dauerhaft hohe Mengen sehen anders aus. Bei 1500 mg pro Tag über rund dreieinhalb Wochen stiegen bei 7 von 16 gesunden Erwachsenen die Leberwerte über den Normbereich (Quelle: Watkins und Kollegen, 2021).

Bestimmte Gruppen kommen in Studien kaum vor. Für sie liegen keine belastbaren Mengendaten vor.

  • Schwangerschaft und Stillzeit: Schwangere und Stillende wurden aus Studien ausgeschlossen; die EFSA kann die Sicherheit für diese Gruppen nicht bestätigen.
  • Kinder und Jugendliche: Studien mit Kindern betreffen Epilepsie-Arzneimittel unter ärztlicher Kontrolle, keine frei verkäuflichen Produkte.
  • Lebererkrankungen: Studien zeigen Leberwert-Anstiege bei hohen Mengen; wer eine Lebererkrankung hat, sollte CBD nur nach Rücksprache mit dem Arzt erwägen.
  • Medikamenteneinnahme: CBD kann Leberenzyme hemmen und dadurch die Wirkung anderer Medikamente verändern, zum Beispiel von Blutverdünnern (Quelle: Iffland und Grotenhermen, 2017).

Was Studienmengen für frei verkäufliche Produkte bedeuten

Für frei verkäufliche Produkte bedeuten Studienmengen vor allem eines: Sie taugen nicht als Maßstab. Zwischen Forschung und Handel liegen Welten, in Menge, Qualität und Begleitung.

Drei Zahlen machen den Abstand sichtbar. Studien nutzen 25 bis 6000 mg pro Tag. Auf Etiketten finden sich dagegen oft zweistellige Milligramm-Angaben pro Milliliter; in einer US-Untersuchung lag der mittlere Etikettenwert bei 15 mg pro Milliliter (Quelle: Bonn-Miller und Kollegen, 2017).

Die EFSA nannte im Februar 2026 einen vorläufigen sicheren Wert von 0,0275 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Das entspricht etwa 2 mg pro Tag für einen Erwachsenen mit 70 kg (Quelle: EFSA, 2026).

Warum es trotzdem keine allgemein gültige Dosierung gibt, erklärt die Seite zu den Grundlagen der CBD-Dosierung. Sie fasst zusammen, welche Faktoren die Menge beeinflussen.

Wer ein Etikett vor sich hat und wissen will, wie viel CBD ein Tropfen enthält, kann das ausrechnen. Die Rechenschritte zeigt die Seite zu Milligramm pro Tropfen. Auch dort gilt: Das Ergebnis ist eine Rechengröße, keine Empfehlung.

Auf dieser Seite ordnen wir Aussagen zu Mengen in vier Stufen ein.

  • Stark belegt: Die Weltgesundheitsorganisation stellt fest, dass reines CBD kein Abhängigkeitspotenzial zeigt.
  • Hinweis: Studien deuten darauf hin, dass hohe Tagesmengen die Leberwerte erhöhen können.
  • Hypothese: Ob niedrige Mengen aus Handelsprodukten Wirkungen haben, wird noch untersucht.
  • Unsicher: Es gibt keine eindeutigen Belege für eine wirksame Standardmenge bei frei verkäuflichem CBD.

Wann ist ein Arzt oder Apotheker gefragt?

Studienmengen entstanden unter ärztlicher Begleitung, und genau dahin gehören auch Fragen zur eigenen Anwendung. Ein Gespräch lohnt sich in diesen Fällen.

  • Sie nehmen Medikamente ein, besonders Blutverdünner, Antiepileptika oder Mittel gegen Depressionen.
  • Sie haben eine Lebererkrankung oder auffällige Leberwerte.
  • Sie sind schwanger, stillen oder denken über CBD für ein Kind nach.
  • Sie wollen verordnete Medikamente ändern oder durch etwas anderes ersetzen.

Die erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Fragen zu Wechselwirkungen mit Medikamenten beantwortet auch jede Apotheke. Bringen Sie das Produkt oder das Etikett mit, dann lässt sich die Menge konkret besprechen.

Fazit: Was die Mengen in Studien zeigen

Welche CBD-Mengen nutzen Studien? Zwischen 25 und 6000 mg pro Tag, je nach Fragestellung. Die 3-Stufen-Mengenprüfung macht klar, was diese Zahlen wert sind: Sie gelten für bestimmte Gruppen, Zeiträume und Arzneimittelqualität. Für den Alltag sind sie keine Anleitung.

Belastbare Mengendaten gibt es nur für die Epilepsie, und dort nur für ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Hohe Mengen wurden oft gut vertragen, können aber die Leberwerte erhöhen. Für Schwangere, Kinder, Menschen mit Lebererkrankungen und Medikamentennutzer fehlen belastbare Daten.

Wie Anwendung und Mengen grundsätzlich einzuordnen sind, bündelt die Themenseite CBD Anwendung und Dosierung. Alle Wissensgebiete von CBD bis Hanfpflanze finden Sie auf der Startseite von CBDWissen.

Wie ist dieser Artikel entstanden?

  • Autor: Die Redaktion von CBDWissen
  • Fachliche Prüfung: Die Redaktion von CBDWissen
  • Zuletzt geprüft: 26. Juli 2026
  • Quellen: siehe Quellenverzeichnis am Ende dieser Seite

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Die Inhalte von CBDWissen werden sorgfältig recherchiert und auf Basis wissenschaftlicher Quellen erstellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität.

Häufige Fragen

Quellen

  1. 1.A systematic review of cannabidiol dosing in clinical populations(öffnet in neuem Tab)British Journal of Clinical Pharmacology (Fachzeitschrift)
    B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  2. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  3. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  4. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  5. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
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  1. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  2. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  3. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  4. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  5. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  6. A · Behörde / RechtAbruf: 26. Juli 2026
  7. B · Peer-reviewte StudieAbruf: 26. Juli 2026
  8. 13.Provisional safe level for cannabidiol as a novel food(öffnet in neuem Tab)Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
    C · FachinstitutAbruf: 26. Juli 2026
  9. A · Behörde / RechtAbruf: 26. Juli 2026

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Zuletzt geprüft:
26. Juli 2026

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